
Wo hast du aus einer bestimmten Situation gelernt? Die Geschichten hier zeigen, wie viel wir Frauen gemeinsam haben. Und die Story der einen hilft der nächsten in einer ähnlichen Situation.
Ich war drei Jahre im Ausland mit einem Schweizer Entsendungsvertrag. Für die Erfahrung bin ich sehr dankbar.
Jetzt kommt die Steuer auf mich zu, und zwar in einer Höhe, die ich lieber vermieden hätte.
Heute würde ich mich vor so einem Schritt mit meiner Steuerberaterin hinsetzen und ganz nüchtern durchgehen, ob ich mich in Deutschland abmelde oder nicht und was das für meine Steuer heißt. Vorher zu wissen, wie ich das optimieren kann, wäre cool gewesen.
Wir haben Kinder und bauen gemeinsam Vermögen auf, auch mit Immobilien. Uns war wichtig, dass alles abgesichert ist, falls einer von uns mal nicht handlungsfähig ist.
Überrascht hat mich, dass ich bei der Immobilie meines Mannes nicht allein entscheiden dürfte, wenn er handlungsunfähig im Krankenhaus läge. Ich dürfte nichts tun, obwohl wir verheiratet sind.
Deshalb haben wir ein Testament gemacht und eine notariell beglaubigte Vorsorgevollmacht. Mein Tipp: Geht als Paar einmal zum Notar oder zur Fachanwältin und lasst euch beraten, auch zu Sorgerecht, Versicherungen und Patientenverfügung.
Ich führe seit vielen Jahren sehr erfolgreich mein eigenes Unternehmen und kann inzwischen sechsstellig investieren.
Bei einem Investment waren die Zahlen nicht ganz so gut. Ich wollte sie mir genauer erklären lassen. Die Antwort kam mehrfach: „Sei doch nicht so emotional.“
Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun, ich habe schließlich nach Fakten gefragt. Meine KI, die in einem Meeting mitlief, hat mich anschließend immerhin für meine Souveränität gelobt.
Und ich habe später ein klärendes Gespräch geführt. Denn wir Frauen müssen nicht immer „nett“ sein und dürfen Ungerechtigkeit durchaus thematisieren.
Ich war schwanger. Nach der Geburt war ich gerade mal fünf Wochen weg und selbst da habe ich Mails beantwortet. Trotzdem wollte ein Kunde kündigen.
Eigentlich hätte er sagen müssen: „Wie krass ist das, dass du beides parallel wuppst. Ich bin froh, dass ich dich habe!“
Und nächstes Mal würde ich ihn ziehen lassen. Denn das ist keine Augenhöhe.
Ich habe vor vielen Jahren 4.000 € an meinen Ex verschenkt. Weil ich naiv und zu rücksichtsvoll war.
Zuerst: happy together. Neue Wohnung, um die Mietkaution kümmerte er sich. Das Sparbuch dafür lief auf seinen Namen. Ich wusste das gar nicht, weil ich es nicht hinterfragt hatte. Dass ich die Hälfte der Kaution bezahlt hatte, konnte ich später nicht belegen, denn es waren zwei Barauszahlungen.
Nach der Trennung hatte ich ein sehr schlechtes Gewissen, jetzt auch noch „etwas zu verlangen“. Dieses „verlangen“ war aber eigentlich nur das, was mir mindestens zustand.
Ich habe mich zum Glück verändert und dazugelernt. So etwas würde ich nie wieder machen.
Mein Mann und ich haben über die Jahre zusammen eine Holdingstruktur mit Immobilien darin aufgebaut. Als ich mich getrennt habe, lief anfangs alles ruhig und nett.
Schwierig wurde es, als ich die Firmen aufteilen wollte. Er wollte das nämlich nicht. Daraus ist ein Streit geworden, der seit zwei Jahren anhält.
Das Problem sind unsere Verträge. Sie waren für eine Ehe gemacht, nicht für eine Trennung. Heute lasse ich jeden Vertrag von einer guten Anwältin prüfen, am besten schaut noch eine zweite drauf.
Das hätte ich gern schon vor zehn Jahren gewusst.
Eine Frau, die ich kenne, wurde nach 40 Jahren Ehe von ihrem Mann verlassen. Sie war all die Jahre zu Hause bei den Kindern, er hat gearbeitet. Vor der Ehe hatte sie einen Ehevertrag unterschrieben, der ihr bei einer Trennung nichts ließ. Nach 40 Jahren sollte sie mit nichts gehen.
Was sie nicht wusste: Ein solcher Vertrag hält vor Gericht oft nicht. Doch leider ging sie nie dagegen vor. Ich vermute, dass sie bei ihren Kindern unterkam.
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