
Diese sechs Säulen betreffen jede von uns, egal wie unser Leben aussieht.
Zu deiner Lebenslage ↓Mehr Tipps aus der Praxis teilen wir laufend auf Instagram und LinkedIn, bald auch im Podcast. Ausführlichere Formate sind in Arbeit.
Die meisten Fragen betreffen mehrere Säulen gleichzeitig. Wer ein Kind bekommt, braucht Antworten zu Recht, Steuern und Rente. Ausgewählt haben wir die Lebenslagen nach amtlichen Statistiken und großen Studien, die Quellen stehen bei jeder Säule. Die Antworten gelten vorerst für Deutschland, weitere Länder kommen nach und nach dazu. Die Fragen sind in anderen Ländern oft dieselben, so weißt du zumindest, was du vor Ort klären solltest.
Wie du mit KI anfängst, schneller lernst und arbeitest und ihre Antworten prüfst.
Für den Einstieg brauchst du weder Vorwissen noch ein Abo. Am meisten lernst du, wenn du KI für etwas nutzt, das du ohnehin gerade erledigen musst.
Für fast alles, wofür du sonst schreiben, suchen oder lange nachdenken würdest. Lass dir einen Brief vom Amt in einfachen Worten erklären, eine schwierige Mail entwerfen, eine Reise planen oder dich auf ein wichtiges Gespräch vorbereiten. Je konkreter dein Anlass ist, desto mehr bringt dir die Antwort.
Für den Alltag reichen die bekannten Chatbots wie ChatGPT, Gemini, Copilot oder Claude. Sie werden laufend weiterentwickelt, und welches gerade vorne liegt, ändert sich ständig. Nimm eines und bleib eine Weile dabei, denn du lernst mehr, wenn du ein Tool gut kennst.
Für den Anfang nicht. Lohnen kann sie sich, wenn du an die Grenzen der kostenlosen Version stößt, etwa bei der Zahl der Anfragen oder bei großen Dateien, oder wenn du KI täglich im Job nutzt.
Beschreib deine Aufgabe so, wie du sie einer neuen Kollegin erklären würdest: was du brauchst, wofür und in welcher Form. Passt die Antwort nicht, sag der KI, was dir fehlt, statt neu anzufangen. Gute Ergebnisse entstehen meistens erst im zweiten oder dritten Schritt.
Passwörter, Kontodaten, Ausweisnummern, Gesundheitsdaten und Daten anderer Menschen. Bei vielen kostenlosen Versionen dürfen deine Eingaben zum Training genutzt werden, solange du das nicht in den Einstellungen abschaltest.
Mit KI verstehst du ein neues Thema in Minuten, ob Steuerbescheid, Mietvertrag oder Fachbegriff im Job. Ob das Wissen bleibt, hängt davon ab, wie du sie einsetzt.
Lass dir das Thema zuerst in einfachen Worten erklären und frag nach, bis du es mit eigenen Worten wiedergeben kannst. Bitte die KI dann, dich abzufragen, und lass dir erklären, was du falsch hattest.
Oft nicht. In einer großen Studie schnitten Schülerinnen und Schüler, die mit einem gewöhnlichen KI-Chat geübt hatten, in der Prüfung ohne KI schlechter ab als die Vergleichsgruppe. Wer mit einer KI übte, die nur Hinweise gab, hatte diesen Nachteil nicht. Bitte die KI deshalb um Hinweise und Rückfragen statt um die fertige Lösung.
Ja, darin ist sie besonders stark. Lass die KI die Rolle deiner Chefin, einer Kundin oder einer Jury übernehmen und üb dein Gehaltsgespräch, deine Präsentation oder deine Antwort auf schwierige Fragen, so oft du willst. Worauf du bei ihren Rückmeldungen achten solltest, steht unter Auftreten.
KI-Antworten klingen immer überzeugend, auch wenn sie falsch sind. Mit ein paar Handgriffen erkennst du, worauf du dich verlassen kannst.
Ein Sprachmodell berechnet, welches Wort wahrscheinlich als Nächstes kommt. Ob etwas wahr ist, weiß es nicht, deshalb klingt eine falsche Antwort genauso sicher wie eine richtige. Auch neue Modelle machen solche Fehler, vor allem bei Zahlen, Daten, Personen und Fachfragen.
Nicht ohne Weiteres. Tests haben immer wieder gezeigt, dass KI-Suchen Quellen falsch zuordnen oder Links erfinden. Öffne die Quelle deshalb selbst und lies nach, ob dort wirklich steht, was die KI behauptet.
Sie fasst zusammen, was sie im Netz gut findet. Oben steht deshalb oft das Sichtbarste und nicht das Fachlichste, manchmal auch Werbung. Bei Recht, Steuern, Geld und Gesundheit lohnt sich der Blick auf die Seiten von Behörden, Verbraucherzentralen und Fachleuten.
Frag die KI, auf welchem Stand ihr Wissen ist und ob sie für die Antwort im Netz gesucht hat. Gesetze, Preise und Fristen ändern sich laufend, und ein Modell kennt nur, was bis zu seinem Trainingsstand oder in seiner letzten Suche vorkam.
Im Job spart KI vor allem bei Texten, Recherchen, Zusammenfassungen und Auswertungen Zeit. Wichtig ist, welche Tools und welche Daten erlaubt sind.
Das entscheidet deine Arbeitgeberin. Gibt es Regeln, gelten sie. Gibt es keine, frag nach, bevor du Firmendaten eingibst, und schlag vor, gemeinsam welche aufzustellen.
Schatten-KI heißt, dass du Tools nutzt, die dein Arbeitgeber nicht bereitgestellt hat, zum Beispiel dein privates Konto. Das betrifft fast jede dritte KI-Nutzerin im Job (Institut der deutschen Wirtschaft, 2026). Zum Problem wird es, wenn Kundendaten, Personaldaten oder Geschäftsgeheimnisse in ein Tool geraten, das niemand im Unternehmen geprüft hat.
Namen, Kontaktdaten und Gesundheitsdaten anderer Menschen, vertrauliche Firmeninformationen und alles, was unter eine Schweigepflicht fällt. Ohne Vertrag mit dem Anbieter über die Datenverarbeitung darf dein Unternehmen personenbezogene Daten in der Regel nicht in ein solches Tool geben.
Unternehmen, die KI einsetzen, müssen nach der europäischen KI-Verordnung Maßnahmen ergreifen, die die KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten fördern. Seit Ende Juli 2026 ist dabei kein bestimmtes Niveau für jede Person mehr vorgeschrieben. Eine Schulung anzusprechen lohnt sich trotzdem, denn viele Unternehmen bieten noch keine an.
Bei den meisten verändert KI einzelne Aufgaben und nicht den ganzen Beruf. Wer früh mitmacht, bestimmt mit, welche das sind.
Als Ganzes meistens nicht. Was sich auf dem Arbeitsmarkt zeigt, ist vor allem eine Verschiebung der Aufgaben: Routine wird schneller erledigt, Urteil, Beziehungen und Verantwortung werden wichtiger.
Ja. In vielen Branchen zahlen Arbeitgeber in Deutschland deutlich mehr, wenn eine Stelle KI-Kenntnisse verlangt. Gesucht werden dabei vor allem Menschen, die KI in ihrem Fach anwenden: 2025 kamen in Stellenanzeigen auf eine Stelle für KI-Entwicklung rund sieben, in denen KI angewendet wird (PwC, 2026).
Schau dir an, welche deiner Aufgaben Routine sind und welche Urteil, Beziehungen oder Verantwortung brauchen. Bei der Routine nimmt dir KI Arbeit ab, beim Rest hilft sie dir, schneller und besser vorbereitet zu sein. KI schafft auch neue Aufgaben, denn jemand muss sie planen, anleiten und kontrollieren.
Setzt du KI im eigenen Unternehmen ein, kommen Pflichten bei Kennzeichnung, Rechten und Datenschutz dazu.
Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten der europäischen KI-Verordnung, sie wurden nicht verschoben. Veröffentlichst du echt wirkende Bilder, Videos oder Tonaufnahmen von realen Personen oder Orten, musst du offenlegen, dass sie künstlich erzeugt sind. Setzt du einen Chatbot ein, müssen die Menschen erfahren, dass sie mit einer KI sprechen.
Nicht automatisch. Das Amtsgericht München hat im Februar 2026 entschieden, dass ein rein mit KI erzeugtes Logo nicht urheberrechtlich geschützt ist, auch nicht bei sehr genauen Vorgaben. Dein eigener kreativer Anteil muss klar überwiegen, sonst darf jede andere das Logo auch verwenden.
Gibst du Daten von Kundinnen oder Mitarbeitenden in ein KI-Tool, brauchst du in der Regel einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter. Außerdem gehört das Tool in deine Datenschutzerklärung.
Deepfakes treffen vor allem Frauen. Rechtlich ist gerade viel in Bewegung.
Deepfakes sind mit KI erzeugte oder veränderte Bilder, Videos oder Stimmen, die echt wirken. Den größten Teil machen sexualisierte Fälschungen aus, und fast immer zeigen sie Frauen.
Schon heute können dein Persönlichkeitsrecht und das Recht am eigenen Bild greifen. Eine klare Strafnorm fehlt aber noch. Das Bundeskabinett hat am 7. Oktober 2026 ein Gesetz gegen digitale Gewalt beschlossen, danach soll schon das Herstellen sexualisierter Deepfakes strafbar sein. Jetzt beraten Bundesrat und Bundestag, in Kraft ist es noch nicht.
Betrüger ahmen mit KI die Stimme von Angehörigen nach und täuschen am Telefon einen Notfall vor. Dafür reichen wenige Aufnahmen, etwa aus Social Media. Am Klang erkennst du die Fälschung kaum.
HateAid berät Betroffene digitaler Gewalt und übernimmt unter Umständen Prozesskosten. Sichere Beweise mit Datum und Link, bevor Inhalte gelöscht werden, und erstatte Anzeige.
Was du absetzen kannst, welche Steuerklasse passt und was als Selbstständige auf dich zukommt.
2022 wurden rund 11,6 Millionen Angestellte nicht zur Einkommensteuer veranlagt, mehr als zwei von fünf (Statistisches Bundesamt, 2026). Viele müssten keine Steuererklärung abgeben, viele bekämen aber Geld zurück.
Als Angestellte ist sie Pflicht, wenn du Steuerklasse VI hast, ihr verheiratet seid, beide arbeitet und eine von euch Steuerklasse V hat oder ihr das Faktorverfahren nutzt. Pflicht ist sie auch, wenn du mehr als 410 € Elterngeld, Arbeitslosengeld oder Krankengeld bekommen hast oder deine übrigen Einkünfte, etwa der Gewinn aus einer Nebentätigkeit oder der Überschuss aus einer Vermietung, über 410 € liegen. Sonst ist sie freiwillig, und du kannst sie bis zu vier Jahre rückwirkend abgeben. Für 2022 geht das noch bis zum 31. Dezember 2026.
Bist du zur Abgabe verpflichtet und machst sie selbst, hast du bis zum 31. Juli des Folgejahres Zeit. Mit Steuerberaterin oder Lohnsteuerhilfeverein läuft die Frist für 2025 bis zum 1. März 2027. Gibst du zu spät ab, kann das Finanzamt einen Verspätungszuschlag verlangen.
Das Finanzamt zieht automatisch 1.230 € für Jobkosten ab. Belege bringen dir also erst etwas, wenn du darüber kommst. Seit 2026 zählen für den Arbeitsweg 0,38 € pro Kilometer, ab dem ersten Kilometer und nur für die einfache Strecke.
Für jeden Tag, an dem du überwiegend zu Hause arbeitest, setzt du 6 € an, höchstens 1.260 € im Jahr. Die Pauschale gehört zu den Jobkosten und wirkt deshalb erst, wenn du insgesamt über die 1.230 € kommst.
Für Handwerkerinnen, Putzhilfe oder Gartenpflege im eigenen Haushalt ziehst du 20 % der Arbeitskosten direkt von der Steuer ab, bis zu 1.200 € für Handwerksleistungen und 4.000 € für Dienstleistungen im Jahr. Dafür brauchst du eine Rechnung und musst überweisen, bar bezahlt zählt nicht.
Bei kleinerem Einkommen wird oft mehr Lohnsteuer abgezogen, als am Ende fällig ist. Mehr als die Hälfte der Minijobs haben Frauen (Minijob-Zentrale, 2026).
In der Regel nicht. Bis 603 € im Monat zahlt meistens die Arbeitgeberin pauschal 2 % Steuer, damit ist alles erledigt. Nur wenn der Minijob über deine Steuerklasse abgerechnet wird, musst du ihn angeben. Ob das so ist, sagt dir das Lohnbüro.
Im sogenannten Midijob zahlst du Lohnsteuer nach deiner Steuerklasse, aber geringere Sozialabgaben. In Steuerklasse V wird dabei viel Lohnsteuer einbehalten. Was davon am Ende wirklich anfällt, ergibt erst die gemeinsame Steuererklärung.
Oft ja. Bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 12.348 € im Jahr zahlst du 2026 keine Einkommensteuer. Wurde trotzdem Lohnsteuer abgezogen, etwa weil du nur einige Monate gearbeitet hast, bekommst du sie mit der Erklärung zurück.
Der zweite Job läuft über Steuerklasse VI, und dann musst du eine Steuererklärung abgeben. Ein pauschal versteuerter Minijob als Zweitjob löst diese Pflicht nicht aus.
Steuerklasse V haben fast nur Frauen. Sie verändert nicht, wie viel Steuer ihr im Jahr zahlt, aber sehr wohl, was dir jeden Monat bleibt.
Nein, die Steuerklasse verteilt nur den monatlichen Abzug zwischen euch. Was ihr im Jahr zahlt, ergibt erst die Steuererklärung, und mit III und V ist sie Pflicht. Von den Paaren mit dieser Kombination mussten zuletzt knapp 46 % nachzahlen (Statistisches Bundesamt, 2024).
Elterngeld, Arbeitslosengeld und Krankengeld werden aus deinem Netto berechnet und fallen in Steuerklasse V deutlich niedriger aus. Fürs Elterngeld zählt die Steuerklasse, die in den meisten der zwölf Monate vor dem Mutterschutz galt. Ein Wechsel muss also spätestens sieben Monate vorher wirksam sein. Beim Arbeitslosengeld zählt ein Wechsel nur, wenn die neue Klasse zum Verhältnis eurer Gehälter passt. Ein schneller Wechsel kurz vor der Arbeitslosigkeit bringt deshalb meist nichts.
Ihr habt beide Steuerklasse IV mit einem Faktor, der die gemeinsame Steuer nach euren tatsächlichen Gehältern verteilt. So spiegelt dein Netto deinen Anteil, und hohe Nachzahlungen werden seltener. Ihr beantragt es gemeinsam beim Finanzamt, auch über ELSTER.
Stand Oktober 2026 nicht. Die frühere Bundesregierung wollte sie ab 2030 durch das Faktorverfahren ersetzen, beschlossen wurde das nicht. Beide Klassen sind weiter wählbar, und ihr könnt mehrmals im Jahr wechseln.
Mütter planen im Schnitt fast 15 Monate Elterngeld ein (Statistisches Bundesamt, 2026). Das Jahr hat Folgen für die Steuererklärung, die viele erst mit dem Bescheid bemerken.
Elterngeld und Mutterschaftsgeld sind zwar steuerfrei, erhöhen aber den Steuersatz auf euer übriges Einkommen. Ab 410 € im Jahr musst du deshalb eine Erklärung abgeben. Nachzahlungen treffen vor allem Paare, in denen eine von euch weiterverdient.
Nein, das Finanzamt prüft in der Steuererklärung von selbst, was für euch günstiger ist. 2026 gibt es 259 € Kindergeld im Monat. Bei höherem Einkommen wirkt der Freibetrag stärker, dann wird das Kindergeld damit verrechnet.
80 % der Betreuungskosten, höchstens 4.800 € pro Kind im Jahr, solange es jünger als 14 ist. Du brauchst eine Rechnung und musst überweisen, Essensgeld zählt nicht. Zahlt deine Arbeitgeberin einen Zuschuss zur Kita, ist er bis zum Schulbeginn steuerfrei.
Du bekommst einen Entlastungsbetrag von 4.260 € im Jahr, für jedes weitere Kind 240 € mehr. Er steckt in Steuerklasse II. Voraussetzung ist, dass das Kind bei dir gemeldet ist und keine andere erwachsene Person in deinem Haushalt lebt. Ein volljähriges Kind, für das du noch Kindergeld bekommst, zählt nicht.
Mit dem ersten Depot kommen die ersten Steuerfragen: was steuerfrei bleibt und wie du zu viel gezahlte Steuer zurückholst.
1.000 € Zinsen, Dividenden und Kursgewinne im Jahr, bei gemeinsamer Veranlagung 2.000 €. Damit die Bank davon keine Steuer abzieht, gibst du ihr einen Freistellungsauftrag. Hast du mehrere Banken, teilst du den Betrag zwischen ihnen auf.
Ja, über die Anlage KAP in deiner Steuererklärung. Das passiert oft, wenn der Freistellungsauftrag zu niedrig war oder bei der falschen Bank lag.
Nicht unbedingt. Liegt dein persönlicher Steuersatz unter 25 %, kannst du in der Anlage KAP die Günstigerprüfung beantragen, dann wird dein niedrigerer Satz angesetzt. Liegt dein Einkommen insgesamt unter dem Grundfreibetrag, kannst du der Bank eine Nichtveranlagungsbescheinigung geben.
Verluste aus Aktienverkäufen werden nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechnet. Hast du mehrere Banken, lass dir bis zum 15. Dezember eine Verlustbescheinigung ausstellen, dann verrechnet das Finanzamt über alle Depots hinweg.
Wie du ein Depot aufbaust, steht unter Vermögensaufbau.
Sieben von zehn Gründungen starten neben dem Job (KfW, 2026). Steuerlich musst du dabei von Anfang an ein paar Dinge richtig machen.
Spätestens einen Monat nach dem Start, mit dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung über ELSTER. Ist deine Tätigkeit ein Gewerbe, meldest du sie zusätzlich beim Gewerbeamt an. Freiberuflerinnen brauchen keine Gewerbeanmeldung.
Du berechnest keine Umsatzsteuer und sparst dir die Voranmeldungen, kannst dafür aber auch keine Vorsteuer abziehen. Das geht, solange du im Vorjahr höchstens 25.000 € und im laufenden Jahr höchstens 100.000 € Umsatz machst. Im Gründungsjahr gilt eine strengere Grenze: Dann darfst du im laufenden Jahr höchstens 25.000 € Umsatz machen. Überschreitest du eine Grenze im laufenden Jahr, gilt die Umsatzsteuer ab diesem Umsatz, nicht erst ab dem nächsten Jahr.
Als Angestellte bleibt ein Gewinn aus Nebentätigkeiten bis 410 € im Jahr steuerfrei, bis 820 € wird er nur teilweise besteuert. Für eine Übungsleitertätigkeit, etwa im gemeinnützigen Sportverein, sind zusätzlich bis 3.300 € Einnahmen im Jahr steuerfrei, für ein Ehrenamt bis 960 €.
Du rechnest Einnahmen minus Ausgaben und gibst das mit der Anlage EÜR ab. Der Gewinn kommt zu deinem Gehalt dazu und wird mit deinem persönlichen Satz besteuert. Bist du Gewerbetreibende, fällt Gewerbesteuer nur auf den Teil deines Gewinns über 24.500 € im Jahr an, und sie wird zum großen Teil auf deine Einkommensteuer angerechnet. Freiberuflerinnen zahlen keine Gewerbesteuer.
Gut ein Drittel der Selbstständigen in Deutschland sind Frauen (WSI, 2025). Die typische Überraschung kommt im zweiten Jahr, wenn Nachzahlung und Vorauszahlungen gleichzeitig fällig werden.
Das Finanzamt setzt vierteljährliche Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer fest, oft schon nach deinem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, spätestens nach der ersten Steuererklärung. Fällig sind sie am 10. März, 10. Juni, 10. September und 10. Dezember. Ändert sich dein Gewinn deutlich, kannst du sie anpassen lassen.
Die Umsatzsteuer, die du einnimmst, gehört dem Finanzamt, leg sie komplett zur Seite. Für die Einkommensteuer gibt es keine feste Quote, weil sie von deinem Gewinn abhängt. Am sichersten ist ein eigenes Konto mit einer Quote, die du mit deiner Steuerberaterin festlegst.
In der Regel jedes Quartal, monatlich, wenn die Umsatzsteuer im Vorjahr über 9.000 € lag. Fällig ist die Voranmeldung am 10. des Folgemonats, mit Dauerfristverlängerung einen Monat später.
Seit 2025 musst du E-Rechnungen von anderen Unternehmen empfangen und speichern können, auch als Kleinunternehmerin. Selbst ausstellen musst du sie an Unternehmen ab 2027, wenn dein Umsatz im Vorjahr über 800.000 € lag, ab 2028 in jedem Fall. Kleinunternehmerinnen sind davon ausgenommen.
Rechnungen und Kontoauszüge acht Jahre, Bücher und Jahresabschlüsse zehn Jahre, Geschäftsbriefe sechs Jahre.
2025 wurden in Deutschland rund 130.100 Ehen geschieden (Statistisches Bundesamt, 2026). Was rechtlich gilt, steht unter Recht. Steuerlich ändert sich ab dem Jahr nach der Trennung einiges.
Für das Trennungsjahr könnt ihr noch zusammen veranlagt werden und den Splittingtarif nutzen, wenn ihr in dem Jahr mindestens einen Tag nicht dauernd getrennt gelebt habt. Dafür müsst ihr beide zustimmen. Ab dem Folgejahr wird jede von euch einzeln veranlagt. Deine Steuerklasse ist dann I, mit Kind II. Wer Steuerklasse III hat, muss die Trennung dem Finanzamt melden. Klärt früh, wer eine Erstattung oder Nachzahlung für das Trennungsjahr bekommt oder trägt.
Wer Unterhalt an die frühere Partnerin oder den früheren Partner zahlt, kann bis 13.805 € im Jahr absetzen, zuzüglich übernommener Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Die Person, die den Unterhalt bekommt, muss zustimmen und ihn dann selbst versteuern. Bekommst du Unterhalt, vereinbar vor deiner Unterschrift, dass dir die Steuernachteile ausgeglichen werden.
Beides nicht. Kindesunterhalt ist über Kindergeld und Kinderfreibetrag abgegolten, die Kosten des Scheidungsverfahrens sind seit 2013 grundsätzlich nicht absetzbar.
Was rechtlich bei Trennung und Scheidung gilt, steht unter Recht.
2025 wurden in Deutschland 141,1 Milliarden Euro vererbt und verschenkt, 23,1 % mehr als im Jahr davor (Statistisches Bundesamt, 2026).
Ehepartnerinnen und Ehepartner haben 500.000 €, Kinder 400.000 €, Enkel 200.000 €. Geschwister, Freundinnen und unverheiratete Partner haben nur 20.000 €.
Ja, alle zehn Jahre neu. Schenkungen derselben Person innerhalb von zehn Jahren werden zusammengerechnet. Wer früh und verteilt schenkt, kann die Freibeträge also mehrmals nutzen.
Steuerlich seid ihr Fremde: 20.000 € Freibetrag und die höchsten Steuersätze. Auch das gemeinsam bewohnte Haus oder die Wohnung erbst du nicht steuerfrei. Das geht nur für Eheleute, eingetragene Lebenspartner und, bis 200 m² Wohnfläche, für Kinder.
Ja, innerhalb von drei Monaten beim zuständigen Finanzamt. Das Bundesverfassungsgericht hat im Oktober 2026 über die Erbschaftsteuer verhandelt. Bis eine Entscheidung vorliegt und der Gesetzgeber reagiert hat, gilt das bisherige Recht. Größere Schenkungen solltest du vorher mit einer Steuerberaterin besprechen.
Mit der GmbH entscheidest du selbst, wie viel du dir als Gehalt zahlst und wie viel im Unternehmen bleibt. Das hat große steuerliche Folgen.
Dein Gehalt als Geschäftsführerin mindert den Gewinn der GmbH und wird bei dir wie Arbeitslohn versteuert. Es muss angemessen sein und vorher schriftlich vereinbart werden. Schüttet die GmbH Gewinn aus, zahlt sie erst rund 30 % und du dann gut 25 % auf den Rest, zusammen also knapp 50 %. Ein angemessenes Gehalt ist deshalb heute meist günstiger. Ihren Vorteil spielt die GmbH aus, wenn der Gewinn im Unternehmen bleibt: Dann sind es nur rund 30 %. Ab 2032 sinkt die Körperschaftsteuer auf 10 %, dann kann bei hohem Einkommen auch die Ausschüttung günstiger sein.
Schüttet deine GmbH Gewinne an deine Holding-GmbH aus oder verkauft die Holding Anteile, sind 95 % davon steuerfrei, bei Ausschüttungen ab einer Beteiligung von 15 %. Effektiv bleiben rund 1,5 % Steuern. Erst wenn die Holding das Geld an dich ausschüttet, zahlst du darauf persönlich Steuern.
Verkaufst du ein Einzelunternehmen ab 55, gibt es einmal im Leben einen ermäßigten Steuersatz. Bei kleineren Gewinnen kommt ein Freibetrag von bis zu 45.000 € dazu, der ab 136.000 € Gewinn abschmilzt und ab 181.000 € ganz wegfällt. Unter 55 hilft die Fünftelregelung, die bei hohen übrigen Einkünften aber wenig bringt. Verkaufst du privat gehaltene GmbH-Anteile ab 1 % Beteiligung, sind 60 % des Gewinns steuerpflichtig. Wie du die Holding rechtzeitig aufsetzt, steht unter Recht.
Ja. Ab 2028 sinkt sie jedes Jahr um einen Prozentpunkt, von 15 % auf 10 % ab 2032.
Für viele Frauen ist die Rente nicht steuerfrei, und der Anteil, der versteuert wird, steigt mit jedem Jahrgang.
Das hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab. Wer 2026 in Rente geht, versteuert 84 %. Der steuerfreie Teil wird danach als fester Betrag festgeschrieben, spätere Rentenerhöhungen sind voll steuerpflichtig.
Ja, wenn deine Einkünfte insgesamt über dem Grundfreibetrag liegen, 2026 also über 12.348 €. Das Finanzamt erfährt von deiner Rente automatisch.
Arbeitest du nach der Regelaltersgrenze als Angestellte weiter, sind seit 2026 bis zu 24.000 € Lohn im Jahr steuerfrei, also rund 2.000 € im Monat. Für Selbstständige und Minijobs gilt das nicht.
Krankengeld ist steuerfrei, wirkt sich aber trotzdem auf deine Steuer aus. Und was du für deine Gesundheit selbst bezahlst, kannst du zum Teil absetzen.
Nein, Krankengeld ist steuerfrei. Es erhöht aber den Steuersatz auf dein übriges Einkommen, das nennt sich Progressionsvorbehalt. Hast du im Jahr mehr als 410 € Krankengeld bekommen, musst du deshalb eine Steuererklärung abgeben, und oft kommt eine Nachzahlung. Die Krankenkasse meldet den Betrag selbst ans Finanzamt.
Alles, was du selbst zahlst und die Krankenkasse nicht übernimmt: Zuzahlungen zu Medikamenten und Therapien, ärztlich verordnete Behandlungen und Hilfsmittel, Fahrten zur Praxis oder ins Krankenhaus. Abziehen kannst du aber nur den Teil, der über deiner zumutbaren Belastung liegt. Die liegt je nach Einkommen, Familienstand und Kinderzahl zwischen 1 und 7 % deiner Einkünfte.
Ja. Krankheitskosten zählen in dem Jahr, in dem du sie bezahlt hast. Stehen mehrere große Ausgaben an, etwa für Zahnersatz und eine neue Brille, kann es sich lohnen, sie in dasselbe Jahr zu legen, damit du über die Grenze kommst.
Wie du anfängst, was Teilzeit für deine Rente heißt und wie ihr als Paar beide absichert.
Mehr als die Hälfte der Frauen legt regelmäßig Geld zur Seite (Bankenverband, 2026). Damit lässt sich gut anfangen.
Die Verbraucherzentrale empfiehlt einen Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben auf einem Konto, an das du jederzeit kommst, etwa einem Tagesgeldkonto. So musst du bei einer kaputten Waschmaschine oder einer Pause im Job nicht an dein langfristiges Geld. Guthaben ist bis 100.000 € pro Bank gesetzlich abgesichert.
Ein ETF ist ein Fonds, der einen ganzen Index abbildet und damit in viele Unternehmen gleichzeitig investiert. Mit einem Sparplan zahlst du jeden Monat einen festen Betrag ein, bei vielen Depots schon ab wenigen Euro. Plan das Geld für mindestens zehn Jahre ein, denn die Kurse schwanken zwischendurch.
Vergleich die laufenden Kosten des Fonds pro Jahr, die Depotgebühr und die Gebühr für jede Sparrate. Als Orientierung: Beim staatlich geförderten Standarddepot ab 2027 dürfen die Kosten höchstens 1 % im Jahr betragen. Was deutlich darüber liegt, frisst über die Jahre einen spürbaren Teil deines Ertrags.
Ab dem 1. Januar 2027 fördert der Staat ein Depot für die Rente. Für bis zu 1.800 € Eigenbeitrag im Jahr gibt es bis zu 540 € Zulage, dazu bis zu 300 € pro Kind. Dafür ist das Geld bis zur Rente gebunden, ein frei verfügbarer Sparplan daneben bleibt sinnvoll. Neue Riester-Verträge kannst du nur noch bis Ende 2026 abschließen.
Wie viel Ertrag steuerfrei bleibt, steht unter Steuern.
In Teilzeit und Elternzeit entsteht ein großer Teil des späteren Unterschieds bei der Rente. Einiges davon lässt sich ausgleichen, wenn du es rechtzeitig angehst.
Verdienst du ein Jahr lang so viel wie der Durchschnitt, bekommst du einen Rentenpunkt, und der ist seit Juli 2026 42,52 € Monatsrente wert. Mit halbem Gehalt ist es ein halber Punkt, also rund 21 € weniger Rente im Monat, für jedes Jahr. Wie viele Punkte du hast, steht in deiner Renteninformation.
Für jedes ab 1992 geborene Kind werden dir bis zu drei Jahre so angerechnet, als hättest du durchschnittlich verdient, das sind rund 127 € Monatsrente pro Kind. Gespeichert werden die Zeiten aber nur, wenn du sie bei der Rentenversicherung beantragst. Ab 2027 gelten die drei Jahre auch für Kinder, die vor 1992 geboren sind.
Bleibst du drin, zahlst du einen kleinen Eigenanteil und sammelst volle Beitragszeiten, die etwa für die Erwerbsminderungsrente zählen. Ob die Befreiung für dich sinnvoll ist, rechnet dir die Deutsche Rentenversicherung kostenlos durch.
Ja. Im Altersvorsorgedepot ab 2027 verdoppelt der Staat jeden eingezahlten Euro bis zu 300 € pro Kind und Jahr. Gerade bei kleinen Beiträgen ist das ein großer Anteil.
Ob gemeinsames Konto oder getrennte Kassen: Am Ende zählt, auf wessen Namen Erspartes und Vorsorge laufen.
Viele Paare kombinieren beides, ein gemeinsames Konto für feste Kosten und eigene Konten für alles andere. Wichtiger als das Modell ist, wem das Vermögen gehört. Ein Depot gehört der Person, auf deren Namen es läuft.
Wer mehr Care-Arbeit übernimmt und deshalb weniger verdient, baut weniger eigene Rente und weniger eigenes Vermögen auf. Ihr könnt das ausgleichen, etwa indem die Person mit dem höheren Einkommen jeden Monat in ein Depot auf den Namen der anderen einzahlt. Haltet das schriftlich fest.
Für den Alltag ja, für den Überblick nicht. Beide sollten wissen, welche Konten, Depots, Verträge und Kredite es gibt und auf wen sie laufen. Spätestens bei Krankheit, Trennung oder Tod zählt das.
Wie ihr so einen Ausgleich rechtlich absichert, steht unter Recht.
Eine Frau, die heute 65 ist, lebt im Schnitt noch gut 21 Jahre (Statistisches Bundesamt, 2026). Dein Geld muss also lange arbeiten, und es lohnt sich, auch jetzt noch anzufangen.
Ja, weil der Zeitraum länger ist, als er sich anfühlt: bis zur Rente und dann noch zwei Jahrzehnte weiter. Auch das neue Altersvorsorgedepot zahlt bis mindestens 85 aus.
Ab 55 schickt dir die Rentenversicherung alle drei Jahre eine Rentenauskunft, auf Antrag jederzeit und kostenlos. Seit Oktober 2026 zeigt sie auch, ab wann du frühestens in Rente gehen kannst und was nach Kranken- und Pflegebeiträgen bleibt. Leg deine geplanten Ausgaben im Alter daneben, dann siehst du die Lücke.
Ab 50 kannst du mit Sonderzahlungen die Abschläge für einen früheren Rentenbeginn ausgleichen. Gehst du doch später, erhöht das Geld deine Rente. Zurück bekommst du es nicht.
Ausbildung, Kinder oder Pflege fehlen oft im Versicherungsverlauf. Mit einer Kontenklärung bei der Rentenversicherung lässt du sie nachtragen.
Jede sechste Scheidung kommt nach 25 oder mehr Ehejahren (Statistisches Bundesamt, 2026). Oft liegt die Vorsorge dann vor allem auf dem Namen des Partners.
Bei einer Scheidung werden alle Rentenansprüche, die ihr während der Ehe erworben habt, halbiert und aufgeteilt, auch Betriebsrente und private Rentenverträge. Das Familiengericht macht diesen Versorgungsausgleich von sich aus. Bei einer Ehe von höchstens drei Jahren nur, wenn eine von euch es beantragt.
Dann gibt es keinen Versorgungsausgleich. Was auf den Namen deines Partners angespart wurde, bleibt bei ihm. Gerade ohne Trauschein zählt deshalb, auf wessen Namen Vorsorge läuft.
Bei einem gemeinsamen Kredit haftet jede von euch für den vollen Betrag, auch nach der Trennung. Prüf außerdem, wer über gemeinsame Konten und Depots verfügen kann und welche Vollmachten bestehen.
Was rechtlich bei einer Trennung gilt, steht unter Recht.
Die meisten Selbstständigen müssen nicht in die Rentenversicherung einzahlen. Wie viel Vorsorge du aufbaust, entscheidest du also allein.
In der Regel nicht. Ausnahmen gibt es etwa für Lehrende, Hebammen und Pflegekräfte, über die Künstlersozialkasse für Künstlerinnen und Publizistinnen und für Selbstständige mit nur einer Auftraggeberin. Innerhalb von fünf Jahren nach dem Start kannst du dich auf Antrag pflichtversichern.
Ab 2027 ja. Im neuen Altersvorsorgedepot sind Selbstständige zum ersten Mal förderberechtigt, mit derselben Zulage wie Angestellte. Bei Riester waren sie bisher meist ausgeschlossen.
Die Basisrente, auch Rürup-Rente genannt, ist ein Vorsorgevertrag, dessen Beiträge du in hohem Umfang von der Steuer absetzen kannst. Dafür ist das Geld bis zur Rente gebunden, du kannst es weder vorher entnehmen noch auf einmal auszahlen lassen.
Eine feste Quote gibt es nicht. Zur Orientierung: Angestellte zahlen zusammen mit ihrer Arbeitgeberin 18,6 % ihres Bruttolohns in die Rente. Legst du deutlich weniger zurück, bist du schlechter abgesichert als eine Angestellte mit gleichem Einkommen.
2025 wurden in Deutschland 141,1 Milliarden Euro vererbt und verschenkt, 23,1 % mehr als im Jahr davor (Statistisches Bundesamt, 2026). Mit einem großen Betrag kommen oft auch Menschen, die dir schnell etwas verkaufen wollen.
Nein. Park das Geld zuerst sicher und verfügbar, etwa auf einem Tagesgeldkonto, und nimm dir Zeit. Wer sich drängen lässt, unterschreibt eher etwas, das nicht passt.
Die gesetzliche Einlagensicherung schützt 100.000 € pro Bank. Nach einem Erbfall, einer Scheidung oder dem Verkauf der eigenen Wohnung gilt vorübergehend ein höherer Schutz bis 500.000 €. Wertpapiere im Depot bleiben ohnehin dein Eigentum, auch wenn die Bank pleitegeht.
Teure Kredite wie Dispo oder Ratenkredit zuerst abzulösen, bringt dir meistens mehr als jede Anlage. Bei einem günstigen Immobilienkredit mit langer Zinsbindung lohnt sich der Vergleich.
Freibeträge und Erbschaftsteuer stehen unter Steuern.
Eine vermietete Wohnung bindet viel Geld an einem einzigen Ort. Ob sich das lohnt, zeigt erst die Rechnung nach allen Kosten.
Teil die Jahreskaltmiete durch den Kaufpreis, das ist die Bruttomietrendite. Davon gehen Kaufnebenkosten, nicht umlegbare Nebenkosten, Rücklagen für Reparaturen, Leerstand und Zinsen ab. Erst was danach bleibt, ist deine tatsächliche Rendite.
Für zehn Jahre Zinsbindung lagen die Bauzinsen im Herbst 2026 je nach Angebot bei rund 4 bis 4,5 % (Dr. Klein, 2026). Die Preise für Wohnungen und Häuser sind im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr nur um 0,6 % gestiegen (Statistisches Bundesamt, 2026). Eine Rechnung, die nur mit steigenden Preisen aufgeht, ist deshalb riskant.
Grunderwerbsteuer zwischen 3,5 und 6,5 % je nach Bundesland, Notar und Grundbuch, oft auch eine Maklerprovision. Diese Kosten finanziert die Bank meistens nicht mit, du brauchst sie als Eigenkapital.
Worauf du beim Kauf rechtlich achten musst, steht unter Recht.
Eine lange Krankheit kostet Einkommen und oft auch Rente. Wie gut du abgesichert bist, entscheidest du, solange du gesund bist.
Krankengeld liegt bei 70 % deines Bruttogehalts, höchstens 90 % deines Nettos, und davon gehen noch Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung ab. 2026 sind es höchstens 135,63 € pro Tag vor Abzügen. Verdienst du mehr, ist die Lücke entsprechend größer.
Dann gibt es unter Umständen eine Erwerbsminderungsrente. Dafür brauchst du fünf Jahre in der Rentenversicherung und davon mindestens drei Jahre mit Pflichtbeiträgen in den letzten fünf Jahren, Kindererziehung und Krankengeld zählen mit. Die Rente ist meist deutlich niedriger als dein letztes Gehalt.
Sie zahlt eine vereinbarte Rente, wenn du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst, und greift damit früher als die gesetzliche Rente. Abschließen kannst du sie nur, solange du gesund bist, und je jünger du bist, desto günstiger ist sie. Beantworte die Gesundheitsfragen vollständig, sonst kann die Versicherung später die Zahlung verweigern.
Drei bis sechs Monatsausgaben auf einem Tagesgeldkonto. Er überbrückt die Zeit, bis Krankengeld oder eine Versicherung zahlt, und schützt deine Geldanlage davor, im falschen Moment verkauft werden zu müssen.
Was du über Haftung, Verträge und Eheverträge wissen solltest, bevor du unterschreibst.
Im Job wird am häufigsten über Kündigungen, Abfindungen und ausstehendes Gehalt gestritten.
Geschützt bist du, wenn du länger als sechs Monate im Betrieb bist und dort mehr als zehn Menschen arbeiten. Dann braucht deine Arbeitgeberin einen sozial gerechtfertigten Grund. Wehren kannst du dich aber nur innerhalb von drei Wochen nach der Kündigung, danach ist sie wirksam.
Einen automatischen Anspruch hast du in der Regel nicht. Abfindungen werden verhandelt, meistens im Zuge einer Kündigungsschutzklage.
Unterschreib ihn nicht im ersten Gespräch. Einmal unterschrieben, kannst du ihn nicht widerrufen, und die Arbeitsagentur kann dir das Arbeitslosengeld für bis zu zwölf Wochen sperren.
In Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten kannst du erfahren, was eine vergleichbare Gruppe im Mittel verdient. Die Anfrage geht an den Betriebsrat oder, wenn es keinen gibt, an die Arbeitgeberin.
Bei Selbstständigen geht es im Streit meistens um Verträge und um Rechnungen, die nicht bezahlt werden.
Ein Vertrag gilt auch per Mail oder per Handschlag. Im Streit hilft dir aber nur, was du belegen kannst. Halte deshalb Leistung, Preis, Zahlungsziel und Haftung schriftlich fest, oft reicht schon eine bestätigende Mail.
Davon raten wir ab. Vorlagen passen selten zu deinem Geschäft, und unwirksame Klauseln gelten einfach nicht. Verkaufst du an Privatkundinnen, kann eine fehlerhafte Klausel sogar abgemahnt werden.
Begrenzen kannst du sie, ganz ausschließen nicht. Für Vorsatz und für Schäden an Leben oder Gesundheit haftest du immer, bei grober Fahrlässigkeit in aller Regel auch. Für den Rest gibt es die Berufshaftpflicht.
Das kann passieren, wenn du überwiegend für eine Auftraggeberin arbeitest, nach ihren Vorgaben und eingebunden in ihr Team. Klarheit bringt ein Statusfeststellungsverfahren bei der Deutschen Rentenversicherung.
Mahne sie nach Ablauf des Zahlungsziels und verlang Verzugszinsen. Zahlt sie dann immer noch nicht, kannst du den gerichtlichen Mahnbescheid online selbst beantragen.
Viele deiner Rechte rund um Schwangerschaft und Elternzeit gelten nur, wenn du sie rechtzeitig und schriftlich einforderst.
In der Regel darf deine Arbeitgeberin das nicht, vom Beginn der Schwangerschaft bis vier Monate nach der Geburt. Wusste sie noch nichts von der Schwangerschaft, kannst du es bis zu zwei Wochen nach einer Kündigung nachholen.
Du meldest sie spätestens sieben Wochen vor Beginn schriftlich an. Während der Elternzeit darfst du bis zu 32 Stunden pro Woche arbeiten. In Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten hast du unter bestimmten Voraussetzungen sogar Anspruch auf diese Teilzeit.
Du hast Anspruch auf einen gleichwertigen Arbeitsplatz, nicht unbedingt auf genau deinen alten. Wirst du benachteiligt, schreib alles mit, denn Ansprüche nach dem Gleichbehandlungsgesetz musst du innerhalb von zwei Monaten geltend machen.
Einen gesetzlichen Mutterschutz wie für Angestellte gibt es für dich bisher nicht, er ist erst angekündigt. Mutterschaftsgeld bekommst du als gesetzlich Versicherte nur, wenn du Krankengeld mitversichert hast. Privat zahlt das Krankentagegeld nur, wenn der Vertrag schon mindestens acht Monate vor der Geburt bestand, das musst du also vor der Schwangerschaft regeln.
Die Rechtsform bestimmt, wie viel du privat haftest und wie viel Steuern du zahlst, auch bei einem späteren Verkauf. Besprich sie mit einer Anwältin und einer Steuerberaterin.
Testest du eine Idee nebenbei oder gründest allein, reicht oft ein Einzelunternehmen oder die Freiberuflichkeit. Das ist einfach und günstig, du haftest aber mit deinem Privatvermögen. Gründet ihr zu zweit ohne Vertrag, seid ihr automatisch eine GbR und haftet beide privat, auch für Fehler der anderen. Willst du die Haftung begrenzen, ist die GmbH der Standard: 25.000 € Stammkapital, mindestens die Hälfte zahlst du bei der Gründung ein.
Die UG lässt sich mit sehr wenig Kapital gründen, hat aber Nachteile. Sie muss jedes Jahr ein Viertel ihres Gewinns zurücklegen, bis 25.000 € erreicht sind, und der Zusatz „haftungsbeschränkt“ zeigt Banken, Kundinnen und Investorinnen sofort, dass wenig Kapital da ist. Kannst du das Geld aufbringen, ist die GmbH meist die bessere Wahl.
Willst du wachsen, Investorinnen holen oder eines Tages verkaufen, kann eine Holding-GmbH über deiner GmbH sinnvoll sein, und zwar von Anfang an, denn nachträglich wird es kompliziert. Mehr dazu unter „Du führst seit Jahren ein Unternehmen“.
Vorgeschrieben ist es nicht. Ist der Name aber schon als Marke eingetragen, kann die Inhaberin dich abmahnen, und du musst umbenennen, oft samt Website und Drucksachen. Prüf deshalb vor dem Start, ob er frei ist.
Ob dein Unternehmen rechtlich gut aufgestellt ist, merkst du meist erst bei einem Verkauf, in einer Krise oder bei einer Scheidung.
Das entscheidet vor allem die Struktur. Verkaufst du ein Einzelunternehmen, zahlst du auf den Gewinn deinen persönlichen Steuersatz, Erleichterungen gibt es nur einmal im Leben und erst ab 55. Verkauft deine Holding-GmbH die Anteile an deiner GmbH, sind 95 % des Gewinns steuerfrei, effektiv bleiben rund 1,5 % Steuern. Nimmst du das Geld später privat, wird es noch einmal besteuert.
Dann gilt eine Sperrfrist von sieben Jahren: Verkaufst du in dieser Zeit, wird ein Teil des Vorteils nachträglich besteuert. Die Holding sollte also lange vor dem Verkauf stehen.
Beim Earn-out bekommst du einen Teil des Kaufpreises erst später, abhängig davon, wie das Unternehmen nach dem Verkauf läuft. Versteuert wird er, wenn das Geld fließt. Lass dir vor der Unterschrift durchrechnen, was das für deine Steuer heißt.
Ohne Ehevertrag fließt die Wertsteigerung deines Unternehmens in den Zugewinnausgleich, und das kann bedeuten, dass du sehr viel Geld auszahlen musst. Ein Ehevertrag kann das Betriebsvermögen ausklammern.
Fällst du aus, braucht jemand eine Vollmacht, um weiterzumachen, und eine private Vorsorgevollmacht reicht dafür oft nicht. Wird die GmbH zahlungsunfähig, musst du als Geschäftsführerin spätestens nach drei Wochen Insolvenz anmelden, sonst haftest du persönlich.
Beim Wohnen wird am häufigsten über Mieterhöhungen, Nebenkosten und Kündigungen gestritten.
Sie darf höchstens bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete steigen und innerhalb von drei Jahren um höchstens 20 %. In vielen Städten liegt die Grenze bei 15 %.
Das musst du nicht. Die Abrechnung muss spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums bei dir sein, kommt sie später, musst du in der Regel nichts nachzahlen. Einwände kannst du bis zwölf Monate nach Erhalt erheben.
Deine Vermieterin muss den Bedarf konkret begründen. Je nach Mietdauer hast du drei bis neun Monate Zeit, in Härtefällen kannst du widersprechen. Lass die Kündigung schnell prüfen, ein Mieterverein hilft günstig.
Im Grundbuch steht, wem die Wohnung gehört. Kauft ihr zu zweit, legt die Anteile im Kaufvertrag fest. Und lass den Vertragsentwurf vor dem Notartermin prüfen, denn die Notarin ist neutral und vertritt nicht deine Interessen.
Du überlegst, eine Immobilie als Geldanlage zu kaufen? Was du zu Finanzierung, Rendite und Risiken wissen solltest, steht unter Vermögensaufbau.
Wer während der Ehe lange in Teilzeit gearbeitet hat, hat nach einer Scheidung oft deutlich weniger Geld und Rente. Einiges davon gleicht das Gesetz aus.
In der Regel müsst ihr ein Jahr getrennt leben. In dieser Zeit kann dir Trennungsunterhalt zustehen.
Unterhalt für dich selbst gibt es meist nur für eine begrenzte Zeit, denn seit 2008 gilt der Grundsatz der Eigenverantwortung. Unterhalt für die Kinder ist davon unabhängig.
Was während der Ehe an Vermögen dazugekommen ist, wird ausgeglichen, ebenso die Rentenansprüche aus der Ehezeit. Für die Jahre davor und danach zählt nur, was du selbst eingezahlt hast.
Benachteiligt er dich einseitig, hält er oft nicht. Vor allem, wenn du für die Familie auf Einkommen verzichtet hast, prüfen Gerichte besonders genau.
Was sich nach der Trennung steuerlich ändert, steht unter Steuern.
Ohne Trauschein seid ihr rechtlich kaum füreinander abgesichert, egal wie lange ihr zusammen seid.
Ohne Testament erbst du nicht. Und selbst mit Testament zahlst du deutlich mehr Erbschaftsteuer als Eheleute.
Sie gehört der Person, die im Grundbuch steht. Wer wie viel bezahlt hat, spielt dafür erst einmal keine Rolle.
Zunächst hat es nur die Mutter. Das gemeinsame Sorgerecht erklärt ihr beim Jugendamt.
Ohne Ehevertrag lebt ihr in der Zugewinngemeinschaft: Was jede vor der Ehe hatte, bleibt ihres, was danach dazukommt, wird bei einer Scheidung ausgeglichen. Für viele Paare passt das so.
Ein Ehevertrag lohnt sich vor allem, wenn eine von euch ein Unternehmen hat oder gründen will, das Vermögen sehr ungleich ist oder eine für die Familie beruflich kürzertreten wird. Dann kann der Vertrag zum Beispiel einen Ausgleich für die Altersvorsorge festhalten.
Ein Ehevertrag muss notariell beurkundet werden, und die Notarin berät euch beide neutral. Willst du wissen, was der Vertrag für dich bedeutet, frag einige Wochen vor dem Termin eine eigene Anwältin.
Bist du länger krank, laufen Fristen bei deiner Arbeitgeberin und bei der Krankenkasse. Wer sie kennt, verliert weder Geld noch den Job.
Sag deiner Arbeitgeberin sofort Bescheid, am besten vor Arbeitsbeginn. Dauert es länger als drei Kalendertage, brauchst du spätestens am folgenden Arbeitstag eine Krankschreibung, deine Arbeitgeberin darf sie auch früher verlangen. Die Praxis übermittelt sie elektronisch, deine Arbeitgeberin ruft sie bei der Krankenkasse ab.
Sechs Wochen lang zahlt deine Arbeitgeberin weiter, wenn du dort schon mindestens vier Wochen arbeitest. Danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld: 70 % deines Bruttogehalts, höchstens 90 % deines Nettogehalts. Für dieselbe Krankheit gibt es das bis zu 78 Wochen innerhalb von drei Jahren.
Ja, eine Krankheit schützt nicht vor einer Kündigung. Kündigt dir deine Arbeitgeberin aber wegen der Krankheit, muss sie zeigen, dass du auch künftig oft oder lange ausfällst und der Betrieb darunter erheblich leidet. Wehren kannst du dich auch hier nur innerhalb von drei Wochen.
Warst du innerhalb von zwölf Monaten länger als sechs Wochen krank, am Stück oder zusammengerechnet, muss deine Arbeitgeberin dir ein betriebliches Eingliederungsmanagement anbieten. Darin klärt ihr, wie du gut zurückkommst. Mitmachen ist freiwillig. Hat sie es nicht angeboten, hat sie es bei einer späteren Kündigung wegen Krankheit vor Gericht deutlich schwerer.
Mit einer stufenweisen Wiedereingliederung, dem Hamburger Modell: Du fängst mit wenigen Stunden an und steigerst dich über einige Wochen. In dieser Zeit bekommst du weiter Krankengeld. Den Plan erstellt deine Ärztin, deine Arbeitgeberin und die Krankenkasse müssen zustimmen.
Fordert dich die Krankenkasse auf, eine Reha zu beantragen, hast du dafür zehn Wochen Zeit, sonst kann das Krankengeld wegfallen. Endet das Krankengeld und du kannst noch nicht arbeiten, bekommst du in vielen Fällen Arbeitslosengeld, auch wenn dein Arbeitsvertrag weiterläuft. Melde dich dafür rechtzeitig bei der Arbeitsagentur.
Was Krankengeld für deine Steuer und deine Absicherung bedeutet, steht unter Steuern und Vermögensaufbau.
Wie du neben dem Job startest, Preise rechnest und an Geld für den Start kommst.
Sieben von zehn Gründungen starten im Nebenerwerb, die Hälfte davon mit höchstens zehn Stunden pro Woche. Bürokratie ist dabei fast doppelt so oft das größte Hindernis wie bei Gründungen im Vollerwerb (KfW, 2026).
Schau zuerst in deinen Arbeitsvertrag. Viele Verträge verlangen, dass du eine Nebentätigkeit anzeigst oder genehmigen lässt, dann holst du die Zustimmung schriftlich ein. Direkte Konkurrenz zu deiner Arbeitgeberin ist in der Regel nicht erlaubt.
Ein Gewerbe meldest du vor dem Start beim Gewerbeamt an, freiberufliche Tätigkeiten wie Beratung, Schreiben oder Gestaltung brauchen das nicht. In beiden Fällen schickst du innerhalb eines Monats den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung über ELSTER ans Finanzamt. Die Registrierung bei ELSTER dauert rund zwei Wochen, beantrag sie also früh.
Bleibt die Anstellung deine Haupttätigkeit, bist du in der Regel weiter über sie versichert. Ob deine Selbstständigkeit als Haupt- oder Nebentätigkeit gilt, entscheidet die Krankenkasse nach Zeitaufwand und Einkommen. Melde ihr die Gründung und lass dir die Einstufung bestätigen.
Ja, der ERP-Gründerkredit StartGeld der KfW ist ausdrücklich auch für Gründungen im Nebenerwerb gedacht. Mehr dazu unter „Du brauchst Geld für den Start“.
Ob die Kleinunternehmerregelung für dich passt, steht unter Steuern.
Ob jemand für deine Idee bezahlt, findest du am besten heraus, bevor du viel Geld investierst.
Sprich mit Menschen aus deiner Zielgruppe, bevor du dein Angebot fertig baust: Welches Problem haben sie, was zahlen sie heute dafür, was fehlt ihnen? Ein kleines Pilotangebot oder eine Vorbestellung zeigt dir mehr als jede Umfrage, weil echte Zahlungsbereitschaft sichtbar wird.
Je genauer du sie beschreibst, desto leichter findest du sie, also mit Branche oder Lebenssituation, ihrem konkreten Problem und dem Ort, an dem sie sich informiert. „Alle Frauen“ oder „kleine Unternehmen“ ist zu breit, um gezielt zu werben.
Meistens aus dem eigenen Netzwerk und über Empfehlungen. Sag den Menschen um dich herum konkret, was du anbietest und für wen. Bitte zufriedene erste Kundinnen um eine Empfehlung oder ein Feedback, das du zeigen darfst.
Für dich ist er ein Werkzeug, um Idee, Zielgruppe, Preise und Geldbedarf durchzudenken. Pflicht wird er, sobald du einen Förderkredit, den Gründungszuschuss oder Geld von Investorinnen willst. Kostenlose Vorlagen und Beratung gibt es bei IHK und Handwerkskammer.
Der Preis entscheidet, ob du von deinem Unternehmen leben kannst. Gerechnet wird er von deinen Kosten aus.
Rechne von deinen Kosten aus, nicht von dem, was andere verlangen. Zähl deine Betriebskosten im Jahr zusammen, dazu das Gehalt, das du dir zahlen willst, plus Krankenversicherung, Altersvorsorge und Steuern. Teil die Summe durch die Stunden, die du realistisch abrechnen kannst, denn Akquise, Verwaltung, Urlaub und Krankheit bezahlt dir niemand. Das Ergebnis ist deine Untergrenze.
Prüf zuerst, ob deine Rechnung stimmt, und dann, was dein Angebot von anderen unterscheidet. Ein Preis unter deiner Untergrenze ist auf Dauer keine Lösung, auch wenn er die ersten Aufträge leichter macht. Pakete oder Festpreise machen den Unterschied oft leichter verständlich als ein Stundensatz.
Die betriebswirtschaftliche Auswertung fasst deine Buchhaltung jeden Monat zusammen: Umsatz, Kosten, Ergebnis. Vorgeschrieben ist sie nicht, aber sie zeigt dir früh, ob dein Preis trägt und ob du dir dein Gehalt leisten kannst. Banken fragen bei Krediten danach. Du bekommst sie aus deiner Buchhaltungssoftware oder von deiner Steuerberaterin.
Wie viel du für Steuern zurücklegen solltest, steht unter Steuern.
Viele Gründungen kommen mit wenig Geld aus. Mehr als vier von zehn Konzepten, die bei den IHKs landen, haben aber Lücken bei der Finanzierung (DIHK, 2026).
38 % der Gründenden sind 2025 mit höchstens 1.000 € gestartet (KfW, 2026). Wichtiger als die Summe ist ein Plan, der Anschaffungen, laufende Kosten bis zu den ersten Einnahmen und deine privaten Ausgaben abdeckt, mit Puffer.
Der wichtigste Einstieg ist der ERP-Gründerkredit StartGeld der KfW: bis 200.000 €, auch im Nebenerwerb und bis fünf Jahre nach dem Start. Die KfW übernimmt dabei 80 % des Risikos deiner Bank, Eigenkapital wird nicht vorausgesetzt. Beantragen musst du ihn über eine Bank, bevor du mit dem Vorhaben beginnst. Daneben haben die Bundesländer eigene Förderbanken.
Beteiligungskapital passt zu Unternehmen, die schnell wachsen sollen und dafür viel Geld brauchen. Du gibst dafür Anteile ab. Für die meisten Dienstleistungen und Soloselbstständigen sind ein Förderkredit oder eigenes Geld der passendere Weg. Am She Owns Day kannst du in der Founders Lounge Investor:innen und andere Gründerinnen kennenlernen.
Ja, über EXIST. Das Gründungsstipendium zahlt bis zu ein Jahr lang deinen Lebensunterhalt, mit Hochschulabschluss zum Beispiel 2.500 € im Monat, dazu Sachmittel und Coaching. Den Antrag stellt das Gründungsnetzwerk deiner Hochschule, und die Idee muss innovativ sein.
Flexibilität ist für Gründerinnen das wichtigste Motiv. Mit Kind und in der Elternzeit gibt es rechtlich aber ein paar Fallen.
Ja, aber als Angestellte brauchst du dafür die Zustimmung deiner Arbeitgeberin. Ablehnen kann sie nur aus dringenden betrieblichen Gründen und nur innerhalb von vier Wochen schriftlich. Insgesamt darfst du in der Elternzeit bis zu 32 Stunden pro Woche arbeiten.
Bei Selbstständigen zählt der Gewinn aus dem Kalenderjahr vor der Geburt. Hast du vor der Geburt neben deiner Anstellung ein kleines Nebengewerbe, kann sich dieser Zeitraum für dein ganzes Einkommen verschieben, und das Elterngeld fällt anders aus als erwartet. Was du während des Elterngelds verdienst, wird angerechnet.
Einen gesetzlichen Mutterschutz wie für Angestellte gibt es Stand Oktober 2026 noch nicht, angekündigt ist er seit Längerem. Mutterschaftsgeld bekommst du heute nur, wenn du gesetzlich mit Anspruch auf Krankengeld versichert bist oder privat eine passende Krankentagegeldversicherung hast.
Plan mit den Stunden, die du wirklich hast. Ein Angebot, das sich in festen Blöcken erledigen lässt, passt besser als eines, bei dem du ständig erreichbar sein musst. Klärt früh, wer zu Hause wann übernimmt.
Beim Gründungszuschuss kommt es auf die Reihenfolge an. Wer zu früh kündigt oder startet, verliert ihn oft.
Du kannst ihn bekommen, wenn du Arbeitslosengeld beziehst, beim Start noch mindestens 150 Tage Anspruch hast und mit mindestens 15 Stunden pro Woche gründest. Einen Rechtsanspruch gibt es nicht, die Arbeitsagentur entscheidet im Einzelfall. Sechs Monate lang bekommst du dein Arbeitslosengeld plus 300 €, danach auf Antrag neun Monate lang 300 €.
Eine fachkundige Stelle wie IHK, Handwerkskammer oder Gründungsberatung muss bestätigen, dass deine Idee tragfähig ist. Dafür brauchst du Businessplan, Finanzierungsplan und eine Umsatzvorschau. Die Kosten für diese Stellungnahme übernimmt die Arbeitsagentur nicht.
Das ist riskant. Wer selbst kündigt, führt die Arbeitslosigkeit selbst herbei, und eine Förderung ist dann in der Regel nicht möglich. Sprich vorher mit der Arbeitsagentur.
Dann kann dir das Jobcenter Einstiegsgeld zahlen, für höchstens 24 Monate und zusätzlich zur Grundsicherung. Auch hier entscheidet das Jobcenter im Einzelfall.
Ein Viertel der Gründenden hatte 2025 schon Beschäftigte (KfW, 2026). Mit dem ersten Arbeitsvertrag kommen Meldepflichten, und der Aufwand für Bürokratie steigt deutlich.
Du brauchst eine Betriebsnummer von der Bundesagentur für Arbeit, auch für Minijobs. Angestellte meldest du bei ihrer Krankenkasse an, Minijobberinnen bei der Minijob-Zentrale. Außerdem meldest du dein Unternehmen bei der zuständigen Berufsgenossenschaft an.
Für den Einstieg ist ein Minijob oft am einfachsten. Mit Freelancerinnen bleibst du flexibler, musst aber aufpassen, dass sie nicht fest eingebunden und weisungsgebunden sind, sonst droht Scheinselbstständigkeit.
Rechne mit mehr als dem Bruttolohn: Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Unfallversicherung, Ausfallzeiten und deine Zeit fürs Einarbeiten. Ob die Kosten aus dem laufenden Ergebnis tragbar sind, zeigt dir deine BWA.
Was du bei Freelancerinnen und Arbeitsverträgen rechtlich beachten musst, steht unter Recht.
Als Selbstständige bezahlt dir niemand die Tage, an denen du krank bist. Absichern musst du dich selbst, und zwar bevor es passiert.
In der gesetzlichen Krankenversicherung nur, wenn du es ausdrücklich wählst. Dann zahlst du den allgemeinen statt des ermäßigten Beitragssatzes und bekommst ab dem 43. Tag Krankengeld. An diese Wahl bist du drei Jahre gebunden.
Die deckt nur ein Wahltarif deiner Krankenkasse oder eine private Krankentagegeldversicherung ab. Bist du privat krankenversichert, brauchst du ein Krankentagegeld im Vertrag, und ab welchem Tag es zahlt, legst du selbst fest.
So viel, dass deine festen Kosten weiterlaufen können, privat und im Unternehmen. Rechne aus, was du im Monat mindestens brauchst, und wähl das Krankentagegeld danach. Je später die Zahlung beginnt, desto günstiger ist der Beitrag, desto größer muss aber dein Polster sein.
Was dir bei einer Krankheit rechtlich zusteht, wenn du angestellt bist, steht unter Recht.
Wie du im Alltag und im Job für dich einstehst, über deine Erfolge sprichst und Gehalt und Preise verhandelst.
Fast zwei Drittel der Beschäftigten (64 %) fühlen sich im Gehaltsgespräch unwohl (Stepstone, 2025). Mit guter Vorbereitung gehst du sicherer hinein.
Nein. In Deutschland fragen Frauen und Männer gleich oft, nämlich 63 % mindestens einmal im Jahr. Der Unterschied liegt beim Ergebnis: 54 % der Frauen bekommen die Erhöhung, 59 % der Männer (Stepstone, 2019). Eine große Studie aus Australien zeigt dasselbe Muster (Artz u. a., 2018).
Weil das Risiko echt ist. In Experimenten wurden Frauen, die für sich selbst verhandelt haben, häufiger als unsympathisch bewertet als Männer mit derselben Forderung. Vorsicht ist also eine verständliche Reaktion, und es gibt Formulierungen, die dieses Risiko abfedern.
Verbinde sie mit der Zusammenarbeit. In einer Studie halfen Frauen zwei Sätze, mehr zu bekommen und trotzdem sympathisch zu wirken: dass ihre Führungskraft ihnen geraten hat, das Thema anzusprechen, und dass gutes Verhandeln eine Fähigkeit ist, die sie in den Job einbringen. Nenn dazu eine konkrete Zahl und begründe sie mit deinen Ergebnissen und dem Markt.
Ja. Eine Auswertung von 51 Studien zeigt: Kennen Frauen den Spielraum, verschwindet ihr Nachteil (Mazei u. a., 2015).
Ob du erfahren darfst, was Kolleg:innen verdienen, steht unter Recht.
Ob im Jahresgespräch, in der Bewerbung oder beim Netzwerken: Wer die eigene Arbeit nicht sichtbar macht, wird leicht übersehen.
Damit bist du nicht allein, und es liegt nicht daran, dass du deine Leistung nicht kennst. In einer großen Studie bewerteten Frauen ihre Leistung deutlich schlechter als Männer mit dem gleichen Ergebnis, auch dann noch, als sie ihr Ergebnis kannten. Viele haben früh gelernt, dass Bescheidenheit bei Frauen besser ankommt, und dieses Muster wirkt nach.
Bleib bei den Fakten: was du gemacht hast, was dabei herausgekommen ist und woran man das sieht, etwa an einer Zahl, einer Rückmeldung von Kundinnen oder einer gehaltenen Frist. Sag „ich“, wenn du es warst, und „wir“, wenn es das Team war. Eine sachliche Beschreibung wirkt nicht angeberisch, sie macht es anderen leicht, deine Arbeit einzuordnen.
Führ eine einfache Liste, in die du jede Woche einträgst, was gut gelaufen ist, mit Datum und Ergebnis. Vor dem Jahresgespräch, einer Bewerbung oder einer Gehaltsverhandlung hast du dann alles beisammen und musst nicht aus dem Gedächtnis schöpfen.
Wie du daraus eine Gehaltsforderung machst, steht unter Du verhandelst dein Gehalt.
Viele Aufgaben im Job sind wichtig, zählen bei der Beförderung aber kaum, etwa Protokolle, die Weihnachtsfeier oder das Einarbeiten neuer Kolleginnen.
Das ist kein Zufall. In Experimenten der Ökonominnen Linda Babcock und Lise Vesterlund meldeten sich Frauen häufiger freiwillig für solche Aufgaben, und sie wurden auch häufiger darum gebeten, von Männern wie von Frauen. Es liegt also an Erwartungen und nicht an dir.
Bedank dich für die Anfrage, sag klar ab und nenn kurz den Grund, etwa ein Projekt, das gerade Vorrang hat. Wenn du helfen willst, biete eine kleinere Alternative an, zum Beispiel eine Vorlage statt der ganzen Organisation. Ein freundliches, klares Nein kommt meistens besser an als ein zögerliches Ja, das du später zurücknimmst.
Frag nach, was dafür liegen bleiben soll. Dann entscheidet sie, was Vorrang hat, und du musst die Zusatzaufgabe nicht neben allem anderen erledigen. Schlag außerdem vor, dass solche Aufgaben im Team reihum gehen.
Wer wie viel redet, hängt stark an den Spielregeln. In einer Studie mit 94 Gruppen verschwand der Unterschied bei der Redezeit, sobald alle einer Entscheidung zustimmen mussten (Karpowitz u. a., 2012).
Nein. Beim Deutschen Geographentag 2019 hielten Männer 61 % der Redezeit in den Diskussionen, obwohl fast die Hälfte der Vortragenden Frauen waren (Aufenvenne u. a., 2021). Solche Muster entstehen aus der Situation, nicht aus deiner Persönlichkeit.
Sprich weiter und benenn es ruhig, etwa mit „Ich mache den Gedanken kurz fertig.“ Leitest du das Meeting, setz Spielregeln: eine Runde, in der alle sprechen, bevor diskutiert wird.
Ja. In wissenschaftlichen Seminaren stellten Frauen danach weniger Fragen, wenn ein Mann die erste Frage gestellt hatte. Wer früh spricht, verändert, wer danach spricht, auch für andere Frauen im Raum.
Ein Witz über dein Aussehen, ein „Das verstehst du nicht“ oder eine Bemerkung vor allen anderen: Darauf musst du nicht schlagfertig antworten, aber du darfst reagieren.
Benenne ruhig, was passiert ist, und bleib bei der Sache, zum Beispiel mit „Das finde ich nicht passend. Zurück zum Thema.“ Du musst dich weder rechtfertigen noch mit einem Gegenwitz kontern. Eine kurze, ruhige Antwort zeigt allen im Raum, dass du den Spruch bemerkt hast und das Gespräch weiterführst.
Das ist in Ordnung. Du kannst das Gespräch später unter vier Augen suchen und sagen, was dich gestört hat und was du dir künftig wünschst. Notier dir Datum, Situation und Wortlaut, vor allem wenn so etwas öfter vorkommt.
Sexuelle Belästigung im Job ist nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz verboten. Du kannst dich bei deiner Arbeitgeberin beschweren, und sie muss dich schützen, auch wenn die Belästigung von Kundinnen, Kunden oder Patientinnen ausgeht. Das betrifft viele: In einer Studie hatten 13 % der erwerbstätigen Frauen in den drei Jahren davor sexuelle Belästigung im Job erlebt, mehr als die Hälfte davon durch Kundschaft oder andere Dritte (Antidiskriminierungsstelle des Bundes, 2019). Kostenlos beraten lässt du dich bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.
In der Werkstatt, beim Vermieter, bei der Bank oder in der Arztpraxis entscheidet dein Auftreten oft mit, was du bekommst.
Manchmal. In einem Test in den USA nannten Autowerkstätten Frauen höhere Preise als Männern, wenn sie sagten, dass sie den üblichen Preis nicht kennen. Nannten sie einen realistischen Preis, verschwand der Unterschied. Und baten Frauen um einen Nachlass, bekamen sie ihn sogar häufiger als Männer.
Informier dich vorher über den üblichen Preis oder deine Rechte, etwa über Vergleichsportale, die Verbraucherzentrale oder deinen Mietvertrag. Sag im Gespräch, was du weißt, und frag nach einem Nachlass oder einer schriftlichen Bestätigung. Wer zeigt, dass sie sich auskennt, wird anders behandelt.
Schreib dir vorher auf, welche Beschwerden du seit wann hast und was du fragen willst, und nimm die Liste mit. Bitte darum, dass deine Beschwerden dokumentiert werden, und frag nach, warum eine Untersuchung nicht nötig ist. Du kannst dir jederzeit eine zweite Meinung bei einer anderen Ärztin holen und eine Begleitperson mitbringen.
Auf Events, beim Netzwerken oder im neuen Job entstehen Kontakte, die dir später Türen öffnen.
Mit deinem Namen, dem, was du machst, und einem Satz dazu, woran du gerade arbeitest oder was dich interessiert. Das gibt deinem Gegenüber einen Anknüpfungspunkt. Üb die zwei, drei Sätze vorher laut, dann kommen sie auch im Gedränge flüssig.
Stell dich zu Menschen, die allein stehen, oder zu einer offenen Gruppe, und frag nach etwas, das ihr gerade gemeinsam erlebt, zum Beispiel nach dem letzten Vortrag. Gute Fragen bringen dich weiter als kluge Sätze. Frag am Ende, ob ihr in Kontakt bleiben wollt, und notier dir, worüber ihr gesprochen habt.
Viele Frauen empfinden das so, das zeigt eine Interviewstudie mit Führungsfrauen aus großen Unternehmen. Netzwerke beruhen aber auf Gegenseitigkeit. Du darfst um Rat oder eine Empfehlung bitten und hilfst anderen umgekehrt genauso, und wer nie fragt, nimmt anderen die Chance, zu helfen.
Passende Netzwerke findest du unter Netzwerke.
Beim Jobwechsel wird dein Gehalt neu verhandelt. Das ist deine Chance auf einen größeren Sprung als bei einer Erhöhung im bestehenden Job.
Nur jede achte Stellenanzeige in Deutschland nennt ein Gehalt (Indeed Hiring Lab, 2026). Eine erste Orientierung gibt der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit, er zeigt mittlere Gehälter nach Beruf, Region, Alter und Geschlecht. Frag im Gespräch außerdem nach der Spanne, die für die Stelle vorgesehen ist.
Einen großen. In einem Experiment mit rund 2.500 Bewerbenden verschwand der Unterschied zwischen Frauen und Männern, sobald in der Anzeige stand, dass das Gehalt verhandelbar ist (Leibbrandt und List, 2015). Diese Klarheit kannst du selbst schaffen, indem du fragst, welchen Spielraum es für die Position gibt.
Die Frage ist in Deutschland bisher nicht ausdrücklich verboten, die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz soll das ändern, ist aber noch nicht umgesetzt. Du kannst die Frage auf deine Vorstellung für die neue Rolle lenken. Die richtet sich nach der Stelle und dem Markt, nicht nach deinem alten Vertrag.
Am She Owns Day kannst du in der Corporate Lounge direkt mit Unternehmen sprechen, die einstellen.
Gut vier von zehn Solo-Selbstständigen sind Frauen (WSI, 2025). Zu niedrige Preise sind dabei kein Einzelfall, sondern ein Muster des ganzen Marktes.
Nein. In einer Umfrage unter mehr als 3.600 Solo-Selbstständigen lag mehr als jeder dritte Auftrag unter der Honorarempfehlung des jeweiligen Berufs, nur 7 % darüber (Haus der Selbstständigen, 2022).
Sehr viel. Wer den Spielraum kennt, verhandelt nachweislich besser, Frauen schneiden dann sogar besser ab als Männer. Deine Referenz sind die Honorarempfehlungen deines Berufsverbands oder eine Gebührenordnung.
Ja, das ist gut belegt: Verhandeln Frauen für andere, erzielen sie bessere Ergebnisse. Als Unternehmerin verhandelst du für dein Unternehmen, dein Team und die Qualität, die deine Kundinnen bekommen. Das ist keine Ausrede, sondern genau das, was du tust.
Plan es fest ein, statt auf den richtigen Moment zu warten. Kündige die Erhöhung mit Datum und Begründung an, zum Beispiel gestiegene Kosten oder ein erweitertes Angebot. So können deine Kundinnen planen.
Wie du einen Preis rechnest, von dem du leben kannst, steht unter Gründung.
Expertinnen gibt es genug. Gefragt wird aber, wen Redaktionen unter Zeitdruck schon kennen.
Indem du auffindbar bist, bevor die Anfrage kommt. Trag dich in Expertinnen-Datenbanken ein, etwa bei speakerinnen.org, und sag in einem Satz, wofür genau du zitierfähig bist. Redaktionen suchen nach Themen, nicht nach Lebensläufen.
Ja, wenn du gefunden wirst. Profile von Frauen werden in den Suchen von Recruiterinnen und Recruitern 13 % seltener angeklickt als die von Männern (LinkedIn, 2019). Eine klare Fachbezeichnung in der Überschrift und regelmäßige eigene Beiträge zu einem Thema machen dich auffindbar.
Leg dir zwei oder drei Kernaussagen fest, die du unabhängig von der Frage unterbringst. Redaktionen zitieren kurze, klare Sätze, und wer einmal gut zitierbar war, wird wieder angefragt.
Auf großen deutschen Tech-Konferenzen waren 2019 knapp drei von zehn Speakern Frauen (Berlin School of Business and Innovation, 2020). Bühnenplätze werden über Netzwerke und Sichtbarkeit vergeben.
Veranstalter suchen oft kurzfristig, und gefragt wird, wer mit Thema und Kurzbiografie auffindbar ist. Speakerinnen.org hilft dabei und zeigt außerdem, welche Events kaum Frauen einladen.
Mehr, als du denkst. Nach Vorträgen von Frauen beteiligen sich auch mehr Frauen an der Diskussion, und stellt eine Frau die erste Frage, melden sich danach mehr Frauen. Rufst du die erste Frage selbst auf, prägst du die ganze Runde.
Mütter planen im Schnitt fast 15 Monate Elterngeld, Väter knapp vier (Statistisches Bundesamt, 2026). Das Gespräch über die Rückkehr ist deshalb meistens eins, das Frauen führen.
In Betrieben mit mehr als 45 Beschäftigten kannst du eine Brückenteilzeit beantragen: Du reduzierst für ein bis fünf Jahre und kehrst danach zu deiner alten Stundenzahl zurück. Reduzierst du ohne Brückenteilzeit unbefristet, hast du später keinen Anspruch darauf, wieder aufzustocken.
Kläre Aufgaben, Stunden und Gehalt, bevor du zurückkommst, und halte alles schriftlich fest. Frag auch, welche Gehaltserhöhungen es im Team während deiner Abwesenheit gab, damit du weißt, worüber du verhandelst.
Welche Rechte du rund um Elternzeit und Kündigungsschutz hast, steht unter Recht.
Frauen fragen genauso oft nach einer Beförderung wie Männer. Was fehlt, ist oft konkretes Feedback, mit dem sich die nächste Stufe begründen lässt.
Frauen bekommen in Beurteilungen seltener konkrete Rückmeldungen zu ihren Ergebnissen, sowohl beim Lob als auch bei dem, was noch fehlt. Mit „Du machst das toll“ kommst du in der Beförderungsrunde nicht weit. Frag deshalb gezielt, welche zwei Ergebnisse dir für die nächste Stufe fehlen.
Mit gutem Gefühl, denn für andere verhandeln Frauen nachweislich besonders erfolgreich. Budget, Stellen und Gehälter für dein Team sind genau so eine Situation, und dieselbe Vorbereitung hilft dir auch für deine eigene Position.
KI macht Wissen leichter zugänglich, beim Steuerbescheid genauso wie beim Ehevertrag oder bei der Gehaltsverhandlung. Sie liegt aber auch nachweislich daneben, deshalb steht auf jeder Wissensseite, wobei sie dir bei genau diesem Thema hilft und wo du aufpassen musst.
Unser Ansatz: Wissen, das Expertinnen kuratiert und geprüft haben, lernst du mit KI schneller. Und wer einmal geübt hat, Antworten zu prüfen, nutzt KI überall sicherer.
Wir arbeiten an regelmäßigen Calls mit unseren Expertinnen zu jeder Säule. Wer im Newsletter ist, erfährt als Erste davon.
Zum Newsletter30. Oktober 2027, Infinity München.
Das sind Hinweise zur Orientierung, keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Alle Angaben gelten für Deutschland.